10 Tipps: Wie du als Münchner anderswo überlebst

Natürlich: München ist die schönste Stadt der Welt. Aber manchmal muss man sie leider auch verlassen. Doch was, wenn einen das Heimweh überfällt? Wir haben zehn Tipps, was dann hilft.

1.Such dir einen Ersatz Biergarten
Man muss nur wissen, wo. In Berlin beispielsweise taugt der Pratergarten in der Kastanienallee (unser Foto). Besonderer Bonus: Das ist der älteste Biergarten Berlins, es gibt ihn seit 1837. Mein Tipp dort: das Schweinenackensteak vom Grill. Saftig, herzhaft, lecker. Und in Hamburg wäre das Landhaus Walter in der Hindenburgstraße 2 in Winterhude ein lohnendes Ausflugsziel. In Frankfurt habe ich mal einen tollen Nachmittag in der Lohrberg-Schänke (Auf dem Lohr 9) verbracht und in Düsseldorf mal bei Sonnenuntergang auf der Tonhallen-Terrasse (Ehrenhof 1) gesessen.

2.Such dir einen Ersatz Viktualienmarkt
Am einfachsten ist das natürlich in Wien. Auf dem Naschmarkt schlägt das kulinarische Herz der Stadt. Zwischen Rechter und Linker Wienzeile gelegen, beginnt er am Secessionsgebäude und endet an der U-Bahn Kettenbrückengasse. Einen Markt gab’s an diesem Flecken schon seit 1780, seit 1905 trägt er seinen heutigen Namen. Der Naschmarkt ist berühmt für die gute Qualität von Fisch, Gemüse und Obst – und für seine aus Südosteuropa importierten Leckereien.

3.Such dir ein Ersatz Glockenbachviertel
Ja, rund um Klenze- und Fraunhoferstraße sowie im Schlachhofviertel ist es außergewöhnlich nett. Und es ist schwer, so etwas anderswo zu finden. Aber: In Hamburg beispielsweise mag ich die Schanze (unser Foto), in Köln das Belgische Viertel, in Berlin das Quadrat zwischen Ostkreuz, Ringcenter, Frankfurter Tor und Warschauer Brücke. Und selbst das Frankfurter Bahnhofsviertel, das jahrzehntelang verschrien war, mausert sich allmählich. Mein Tipp für die Schanze ist übrigens das Café „Herr Max“ am Schulterblatt, das ursprünglich mal ein Milchgeschäft war – und woran die schönen Wandkacheln noch erinnern. Die Kuchen sind immer top, die Muffins superlecker!

4.Such dir ein Ersatz Schloss Nymphenburg
Man sollte es ja nicht meinen, aber ziemlich viele deutsche Städte haben ziemlich viele überdurchschnittliche hübsche Schlösser – was an der deutschen Kleinstaaterei des 19. Jahrhunderts liegt. Ich habe mal ein paar Monate in Kassel gelebt und war baff erstaunt, dass es sogar dort pittoreske Ecken gab – denn die Stadt ist im Krieg fast komplett zerstört und nicht wirklich schön neu aufgebaut worden. Aber die Orangerie war immer einen Ausflug wert! Und ansonsten: Schloss Bückeburg, Schloss Detmold, Schloss Saarbrücken, Schloss Leonberg – in Deutschland stehende hunderte imposanter Schlösser und Burgen!

5.Such dir einen Ersatz Englischen Garten
Ich gebe zu: Das ist sehr schwierig. Denn den Englischen Garten finde ich einzigartig. Aber natürlich gibt es auch den Mannheimer Luisenpark, den Berliner Volkspark Friedrichshain, die Herrenhäuser Gärten in Hannover, den Schlosspark Sanssouci in Potsdam, die Grünanlagen an der Hamburger Außenalster und den Rheinpark in Köln (unser Foto).

6.Such dir ein Ersatz Kunstareal
Die Pinakotheken, das Museum Brandhorst, die Glyptothek, das Lenbachhaus – Kunstfans können Tage in der Maxvorstadt verbringen und haben am Ende immer noch nicht alles gesehen. Münchens Museumsmeile hat einfach Weltklasse-Niveau. Aber das Wiener MuseumsQuartier ist auch nicht von schlechten Eltern (unser Foto): Die Gemälde von Egon Schiele im Leopold Museum, das Museum Moderner Kunst, die Kunsthalle – und natürlich der phantastische Innenhof mit seinen königsblauen Lounge-Möbeln lassen einen schon mal die Zeit vergessen.

7.Such dir einen Ersatz Elisabethmarkt
Auch das ist leider nicht ganz einfach. Der Hamburger Isemarkt ist schon mal nicht schlecht, findet aber leider nicht täglich statt. Eine Atmosphäre wie auf dem Elisabethmarkt habe ich vor einigen Jahren noch auf dem donnerstäglichen Biomarkt rund um und auf dem Berliner Kollwitzplatz gefunden. Außerdem gibt’s dann dort auch tolle Mittagstisch-Angebote. Und die Händler bieten unter dem Motto „Morgens geerntet, mittags verkauft“ tagfrische Produkte an: Käse, Eier, Obst und Gemüse aus bäuerlicher und biologischer Landwirtschaft sowie ungewöhnliche Brotsorten aus selbst gemahlenem Mehl.

8.Such dir ein Ersatz Haidhausen
Alternativ, bunt und multikulturell – so habe ich immer das Karo-Viertel in Hamburg empfunden, die kleine Schwester der Schanze. Rund um die Marktstraße gibt’s unzählige Cafés, Kneipen und Modeläden. Mein Tipp: Die Yoko Mono Bar in der Marktstr. 41, mittlerweile eine echte Institution, sowohl zum Frühstücken als auch am Abend.

9.Such dir eine Ersatz Maxvorstadt
Am Prenzlauer Berg habe ich ein Lieblingscafé: Anna Blume in der Kollwitzstraße (unser Foto) – das so heißt, weil es noch einen Blumenladen angeschlossen hat. Sagenhaftes Frühstück! Aber im Winter am Wochenende besser meiden, dann ist der doch überschaubare Innenraum voller Touristen, die am Wochenende leider in Scharen durch den Prenzlauer Berg ziehen. Wer einen Tipp für Leipzig braucht: Connewitz – mit seinen vielen kleinen studentischen Cafés und Restaurants ein Superziel für alle Vegetarier und Veganer!

10.Such dir eine Ersatz Isar
Auch das ist nicht leicht. Ja, man könnte in Passau oder Regensburg an der Donau flanieren, in Dresden und Hamburg an der Elbe langspazieren, in Köln (unser Foto) und Bonn am Rhein in der Sonne liegen und in Trier und Koblenz auf der Mosel Stand Up Paddling machen. Aber die Isar ist dann doch letztlich unerreicht.

Unser Bonustipp: Auch wenn du deine kleinen Fluchten dann anderswo gefunden hast – komm einfach einmal im Jahr zurück! Dann natürlich fühlt sich das Leben – bei allem Respekt vor Hamburg, Köln, Berlin & Co – dann doch nirgends so gut an wie hier.

 

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ich war bis jetzt nur einmal in München und das war geschäftlich…. Muss da auf jedenfall nochmal hin und Urlaub machen. Der Sommer kommt ja jetzt :D. Danke für den Beitrag und schöne Bilder 🙂

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