10 Tipps für Neumünchner, wie und wo man nette Leute kennenlernt

Vielleicht seid ihr wegen eures Jobs hier. Vielleicht wegen der großen Liebe. Vielleicht wegen des guten Bieres, des italienischen Klimas oder der herzhaften Küche. Vielleicht seid ihr schon lange hier und wollt einfach nur neue Leute kennenlernen, weil die alten nichts mehr sind. Egal warum, jetzt seid ihr hier und braucht neue Freunde, mit denen ihr Spritz trinken und „Mia san mia“ skandieren könnt. Dafür 10 Tipps eines Neumünchners.

1. Sport
Pop Up Yoga, Lederhosentraining, Fit im Park, Hallensportprogramm und wie sie alle heißen. An Sportprogramm hat die Landeshauptstadt einiges zu bieten, im Sommer sogar oft unter freiem Himmel. Es wird getanzt, gespielt und geradelt, was das Zeug hält, wobei sich munter neue Freundschaften schließen lassen. Ein Klassiker unter den Kennenlern-Aktivitäten, dem man auch oder gerade in München eine Chance geben sollte. Die einzige Schwierigkeit wird hier vermutlich sein, den Überblick zu behalten. Für Studenten ist der ZHS eine weitere Anlaufstelle und für alle, die es klassisch mögen, einfach der lokale Fußballverein oder die Yoga-Klasse eurer Muckibude. Und für die Könner, der Eisbach zum Surfen.

2. Welcome Café der Kammerspiele
Wer nach einer etwas exotischen Alternative sucht, wird vermutlich bei den Münchner Kammerspielen fündig. Im Welcome Café geht es bunt gemischt zu. Hierher kommt man nicht nur, um mal eben ein paar nette Leute kennenzulernen, sondern auch, um z.B. sein Fahrrad zu reparieren. Menschen mit und ohne Fluchterfahrung haben hier die Möglichkeit in ungezwungener Atmosphäre Bekanntschaften zu schließen. Das Ganze begleitet von Theater und Musik.

3. Ehrenamtliches Engagement
Ob Umweltschutz, Menschenrechte, Politik, Geflüchtete oder Kinder, gerade bei dem Engagement für einen guten Zweck lassen sich doch durchaus anständige Menschen kennenlernen. Wer sich ehrenamtlich engagieren mag, der hat in München unzählige Möglichkeiten. Bei der gemeinsamen Arbeit kommt man ja notwendigerweise in Kontakt und bei ehrenamtlicher Arbeit auf jeden Fall auf einer entspannteren Ebene als im Hauptberuf. Studierende können sich weiterhin hochschulintern in den unzähligen Studenteninitiativen engagieren.

4. Tandem-Sprachkurse
Wahrscheinlich insbesondere interessant für ausländische Neumünchner sind Tandem-Sprachkurse. Hierbei handelt es sich um eine Sprachlernmethode, bei der sich zwei Personen mit unterschiedlicher Muttersprache, die jeweils fremde Sprache beibringen. Klassischerweise spricht man z.B. zuerst 50% Deutsch und danach 50% Englisch. Die Kurse gibt es jedoch in allen Formen und Farben, mit Lehrmaterial und ohne, organisiert und unabhängig, auch abhängig vom Sprachniveau. Das hat den Vorteil, dass man sich als Zweiergrüppchen zwangsläufig gut kennenlernt und obendrein auch noch eine neue Sprache lernt. Schön, wenn dies in einer entspannteren Umgebung geschieht, als im schulischen Sprachunterricht, der uns allen so unschön in Erinnerung geblieben ist. Hier ist außerdem die Chance unüblich hoch, dass es sich bei dem Gegenüber auch um einen Neumünchner handelt. Bestimmt lassen sich in klassischen Sprachkursen auch gut Bekanntschaften schließen. Aber dieses durchaus innovative Format wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Gerade in München sind die Tandems von den vielen Internationalen sehr gefragt.

5. Eye-Contact-Experimente und andere Exotika
Zur Abwechslung nun mal wieder ein eher exotischer Tipp. Bei den Eye-Contact-Experimenten schaut man fremden Leuten minuten- bis stundenlang in die Augen ohne ein Wort zu sagen. Die Idee ist, Nähe zu erzeugen ohne Worte. Danach gibt es natürlich ein Get-together zum Kennenlernen mit Worten. Oft werden diese und andere neuartige Experimente von Entrepreneurship-Centern veranstaltet. Wer offen für solche eher ungewöhnlichen Formate ist, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch offen für neue Bekanntschaften. Bei der Suche hilft, wie sooft, das liebe Internet.

6. Facebook-Gruppen für Neumünchner
Man ist nie alleine neu in München und genau daher gibt es auch designierte Facebook-Gruppen speziell für Neumünchner. Insbesondere wollen wir hier ganz schamlos unsere eigene in den Vordergrund drängen, aber selbstverständlich gibt es noch weitere Gruppen für Neumünchner. Man verabredet sich hier regelmäßig zu Spiel, Spaß und Plausch oder geht z.B. ins Kino. Jedoch ist das Internet natürlich immer mit Vorsicht zu genießen. Wenn sich der angebliche Lesekreis nachts im Englischen Garten treffen will, sollte man vielleicht ein wenig gesunde Skepsis walten lassen. Außer es handelt sich um ein Astronomie-Grüppchen. Aber ihr wisst, was ich meine.

7. Interessengemeinschaften
Den neuen Medien sei Dank ist es doch heutzutage einfacher als je zuvor, Leute mit den gleichen Interessen zu finden. Beim Plausch über ein Thema, das euch lieb ist, lässt sich doch am besten Anschluss finden. Bonus: Wenn man neue Freunde findet, dann direkt mit den gleichen Interessen. Derartige Gruppen findet man zum Beispiel wieder über Facebook, Meetup oder die VHS. Bei dem Zulauf, den wir in München haben, gibt es zwangsläufig Neumünchner mit den gleichen Interessen.

8. VHS
Die VHS bietet dahingehend so viele Sachen an, dass wir ihr hier direkt noch eine eigene Kategorie widmen. Ob Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur, Kunst, Kreativität, Sprachen oder Gesundheit. Die meisten assoziieren mit der Volkshochschule töpfern, kochen und stricken. Und obwohl es das natürlich auch gibt, ist die VHS viel mehr als das. Stöbert doch einfach mal auf deren Website und gebt ihr eine Chance. Beim gemeinsamen Kochen lassen sich jedoch auch erstklassige Bekanntschaften schließen!

9. Doodlen
Wer eher künstlerisch veranlagt ist oder wenigstens gerne malt, für den ist der neue Trend des Doodlens vielleicht etwas. Hier trifft man sich zum gemeinsamen Malen, im Sommer auch wieder draußen. Das Happening rotiert aber auch durch hippe Bars und/oder Cafés. Organisiert wird das Ganze z.B. von den „1000 Drawings Munich“. Für Malzeug ist gesorgt.

10. Freundesfreunde
Wer wirklich gar niemanden in München kennt und keinen Anschlusspunkt hat, dem sei geraten, einfach Gott und der Welt von seinem Vorhaben zu erzählen. Ob im Vorfeld oder erst vor Ort. Ob über soziale Medien oder ganz klassisch beim Kaffeeklatsch. Irgendjemand kennt immer jemanden, der jemanden kennt. Und glatt hat man einen allerersten Ansprechpartner in den neuen Gefilden und fühlt sich nicht mehr allzu allein. Da man sich über einen gemeinsamen Freund kennt, ist zusätzlich die Wahrscheinlichkeit groß, dass man sich auch gut versteht.

Sind euch selbst noch mehr Tipps eingefallen? Dann freuen wir uns auf euer Feedback!
Weitere Infos findet ihr auch hier und warum man sich auch als Zuagroaster schnell einlebt in der Weltstadt mit Herz, ganz subjektiv von unserer hessischen Autorin hier zu lesen. 

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