7 Dinge, worauf wir uns diesen Sommer freuen! Und Tipps dazu, wie diese auch gelingen

Nichts macht diese Stadt so schön wie ein weiß-blauer Himmel und Temperaturen ab 25 Grad. Sommer in München ist schlichtweg großartig. Sobald im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen auf den Asphalt fallen, schnappt sich der gemeine Münchner die Sonnenbrille und macht sich -notfalls  mit Anorak und Wolldecke- auf den Weg nach draußen und übt schon mal für den Ernstfall im Juni, Juli, August und mit ein bisschen Glück auch noch September. Sommer ist ’serious business‘ in München. Wir haben ein paar Tipps, mit denen ihr den Münchner Sommer gebührend zelebrieren könnt:

1. Radeln
München ist die perfekte Fahrradstadt: Obwohl wir ja schon relativ nah an den Alpen dran sind, lässt es sich in München entspannt radln. So richtig kräftig in die Pedale treten, muss man eigentlich nur am Giesinger und am Sendlinger Berg, am Nockherberg und wenn man rauf zum Friedensengel möchte. Außerdem ist man in unserem schmucken, kleinen Millionendorf mit dem Radl oft schneller am Ziel als mit dem Auto. Und im Gegensatz zu den öffentlichen Verkehrsmitteln kann man sein Fahrrad auch nicht verpassen. Im Sommer funktioniert der Fahrtwind als umweltfreundliche Klimaanlage und so ganz nebenbei tut ihr auch noch was für stramme Lederhosenwaden. Lässig.

2. Grillen
Im Sommer bleiben die Küchen hier öfter mal kalt, denn gerüchteweise soll der Organismus der Münchner speziell darauf ausgelegt sein, alle wichtigen Nährstoffe in den Sommermonaten ausschließlich aus Gegrilltem ziehen zu können. Zwar dürfte in München eher eine Minderheit im Besitz eines eigenen Gartens mit Grillstation sein, aber netterweise gibt es in der Stadt jede Menge lauschige Ecken, wo gegrillt werden darf. Bleibt nur ein Problem vor dem gemütlichen Bratwurstbrutzeln mit Freunden: Wer schleppt den Grill an die Isar oder in den Park? Billige Alugrills sind zwar handlich, aber verdienen die Bezeichnung „Grill“ nicht wirklich und schlecht für die Umwelt sind sie auch noch. In ein paar ausgewiesenen Zonen gibt es öffentliche Grills. Eigentlich eine gute Alternative, aber die Grillstationen sind heiß umkämpft. Am Wochenende ziehen besonders leidenschaftliche Griller meist in den sehr, sehr frühen Morgenstunden los, um sich einen Platz zu reservieren. Allen, die lieber ausschlafen und nicht schon zum Frühstück ein Nackensteak möchten, legen wir die Anschaffung eines tragbaren Campinggrills ans Herz.

3. Baden
Die Isar ist vor allem im Sommer die Herzschlagader Münchens, die uns jede Menge Bademöglichkeiten mitten in der Stadt liefert. An heißen Tagen sollte man also dringend Badehose oder Bikini unter den Klamotten haben, um sich auf dem Heimweg nach Schule, Uni oder Arbeit kurz abzukühlen. Aber keine Sorge, wenn ihr die Badesachen doch mal vergessen solltet, gibt es insgesamt fünf Nacktbadezonen an der Isar. An der Brudermühlbrücke, der Schönfeldwiese, der Schwabinger Bucht, der Isarinsel Oberföhring und im Naturfreibad Maria Einsiedel darf man ganz offiziell ’nackert‘ ins Nass.

4. Surfen
Die Eisbachsurfer sind weit über die Stadtgrenzen hinaus legendär, doch wer nicht darauf brennt, dass der Bauchklatscher vom Brett von eifrigen Touristen in verschiedenen Smartphonekameraperspektiven im Internet verewigt wird, sollte mit dem Surfen nicht gleich am Eisbach anfangen. An der Floßlände in Thalkirchen kann man in etwas ruhigerem Wasser und mit weniger Schaulustigen üben.

5. Kunst und Kultur draußen
Theater- und Filmfans kennen das Dilemma: Das Wetter ist viel zu gut, um sich in einen dunklen Saal zu setzen, aber kulturell verkümmern will man im Sommer trotzdem nicht völlig. Praktischerweise verlegt ein beachtlicher Teil der Münchner Kulturszene sein Schaffen im Sommer nach draußen. Neben den zahlreichen Open-Air-Kinos (bei denen nicht nur Blockbusterfans, sondern auch Arthausanhänger auf ihre Kosten kommen) und -Konzerten empfehlen wir wärmstens „Oper für alle“. Im Rahmen der Münchner Opernfestspiele geben sich im Sommer regelmäßig Superstars der Klassikszene die Klinke in die Hand – und ganz München kann kostenlos und bei Picknickatmosphäre auf dem Max-Joseph-Platz zuschauen.

6. Unter freiem Himmel einkaufen
Warmes Sonnenlicht statt greller Neonröhrenbeleuchtung im fensterlosen Supermarkt – auch den Wocheneinkauf kann man im Sommer nach draußen verlegen. In München gibt es über 40 Wochen- und Bauernmärkte, wo ihr euch mit frischen Schmankerln aus der Region und exotischen Köstlichkeiten aus aller Welt eindecken könnt. Die ganz Ambitionierten unter euch können ihr Obst und Gemüse, auch ohne eigenen Garten, selbst ernten. Um München herum gibt es zahlreiche Felder und Obstwiesen, wo ihr euch höchstpersönlich die allerschönsten Erdbeeren, Kirschen, Tomaten oder Äpfel pflücken könnt. Nach einem Tag „Feldarbeit“ schmeckt der Erdbeerkuchen garantiert doppelt so gut!

7. Hoch hinaus gehen
Über euch die Sterne und die Münchner Skyline auf Augenhöhe – nirgends feiert es sich im Sommer schöner als auf den Dächern der Stadt. Rooftop Bars sind vielleicht die schönste Lösung für Münchens chronischen Platzmangel. Klar, München ist nicht gerade New York und die Dachterrasse ist hier eher im 7. statt im 72. Stock, aber die Skyline kann dank charmanter Zwiebeltürme locker mit den großen Metropolen mithaltenl. Egal ob mit Cocktail oder Bier, schick oder studentisch – mittlerweile gibt es für jeden Geschmack den passenden Laden, um einen Münchner Sommertag gebührend ausklingen zu lassen.

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