Schnitzeljagd!: Die besten Schnitzel-Restaurants in München: Steinheil

Schnitzeljagd!: Die besten Schnitzel-Restaurants in München

Ich muss gestehen: Ich mag Fleisch. Und ganz besonders in Form von Schnitzeln. Einmal in der Woche ein schönes Stück vom Bio-Metzger meines Vertrauens – ein Genuss! Und wenn ich grad keine Lust habe, mich selber an den Herd zu stellen, gehe ich aus. Am liebsten in diese Restaurants.

Bayerisch: der Görreshof
Den Görreshof an der Schleißheimer Straße/Görrresstraße gibt’s schon seit 1893. Damals errichtet die Augustiner-Brauerei dort ein Gasthaus, das sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt im gerade entstehenden Schwabing entwickelt. Heute ist der Görreshof immer noch eine bayerische Traditionswirtschaft, in der wie eh und je Augustiner frisch vom Fass ausgeschenkt wird. Das „Münchner Schnitzel“ (groß: 14,90 Euro; klein: 9,50 Euro) gibt’s hier vom Schwein in Meerrettich-Senf-Panade mit Röstkartoffeln und kleinem gemischten Salat. Die Panade ist goldbraun, das Fleisch supersaftig – was will man mehr?
Görresstr. 38
Schwabing
www.goerreshof.de

Wienerisch: der Kaisergarten
Hier gibt’s das Schnitzel in der Wiener Variante, nämlich vom Kalb. Mit Bratkartoffeln, Preiselbeeren, Apfelkren und Salat hat es allerdings seinen Preis: 21,50 Euro. Aber dafür schmeckt es auch unvergleichlich gut. Bonus-Tipp für die Monate von Frühling bis Herbst: der lauschige Biergarten. Mitten in Schwabing und zu Füßen der Ursulakirche sitzt es sich an rustikalen Holztischen unter uralten Kastanien extrem entspannt. Und im Winter ist der Schankraum ein wirklich netter Ort: Viel Holz und handgearbeitete Fliesen sowie ein überdimensionaler Setzkasten an der Rückwand sorgen dafür, dass sich Schwabings Babymütter hier genauso wohl fühlen wie die Anwälte aus den umliegenden Kanzleien.
Kaiserstraße 34
Schwabing
www.kaisergarten.de

Studentisch in XXL: das Steinheil

Meine Lieblingslocation in puncto Schnitzel seit über 20 Jahren! Ich habe ein bisschen gezögert, ob ich meinen Topp-Tipp tatsächlich öffentlich machen soll, aber das „Steinheil“ steht mittlerweile ja auch schon in ziemlich vielen Reiseführern. Was man hier bekommt: ein Schweineschnitzel „Wiener Art“ in XXL, das traditionell viele Gäste oft nur zur Hälfte verputzen können und deshalb den Rest, eingepackt in Silberfolie, nach Hause mitnehmen. Serviert wird es wahlweise mit knusprig frittierten Kartoffelscheiben oder Pommes, dazu gibt’s einen anständigen frischen Salat. Der Preis ist dem studentischen Geldbeutel angepasst und deshalb erstaunlich niedrig (10,90 Euro). Das Publikum ist eher jung und männlich, oftmals von der nahen TU, die Einrichtung dementsprechend schmucklos und rustikal.
Steinheilstr. 16
Maxvorstadt
www.steinheil16.de

Zentral: das Café Mozart
Wer’s ein bisschen plüschig mag, ist hier genau richtig. Hier herrscht typisch österreichisches Kaffeehausflair, und die Zeit im Gastraum scheint irgendwie in der Nierentisch-Ära stehen geblieben zu sein. Publikum und Personal sind trotzdem recht jung, also nicht wundern, wenn’s hier eher studentisch zugeht. Schließlich ist die medizinische Fakultät der LMU ja auch nur ein paar Minuten die Straße runter. Der Klassiker auf der Speisekarte ist hier ebenfalls das Schnitzel – nun in der Variante als „Riesenschnitzel Wiener Art“ (14,90 Euro) mit frittierten Kartoffeln und kleinem Salat. Perfekter Ort und perfektes Essen nach einem Stadtbummel.
Pettenkoferstr. 1
Innenstadt
www.cafe-mozart.info

Traditionsreich: das Wirtshaus in der Au

Die Au war bis Mitte des 19. Jahrhunderts Herbergsviertel der Handwerker und Tagelöhner vor den Toren Münchens. Heute ist es zwar ein beliebtes Wohnviertel – aber eins, das sich seinen ganz besonderen Münchner Charme bewahren konnte. 1901 eröffnete im Renaissancebau aus der Gründerzeit erstmalig ein Ausschank, der bis heute eine beliebte Stadtteilwirtschaft ist. Innen wurde viel Holz verbaut, die Wirtshaustische sind aus massiver Eiche. Echte bayerische Gemütlichkeit eben. Im Sommer lockt der tolle Biergarten mit 120 Plätzen. Und auf der Karte steht ein Schnitzel vom Schwäbisch-Hallischen Landschwein mit Meerrettich-Senf paniert, dazu Bratkartoffeln (17,20 Euro). Als Getränk dazu ein Paulaner – und jeder Münchner fühlt sich sofort im Himmel!
Lilienstr. 51
Au/Haudhausen
www.wirtshausinderau.de

Mittagtipp: das k-v-r im Rolandseck
Seit sechs Jahren befindet sich im einstigen Rolandseck am Bonner Platz nun ein Steakhaus. Ohne Reservierung findet man hier abends mittlerweile keinen Platz mehr, so beliebt ist es mittlerweile. Die Alternative: zwischen 12 und 17 Uhr kommen und von der Mittagskarte das Schnitzel mit Röstkartoffeln und Wildpreiselbeeren bestellen – entweder vom Schwein (12 Euro) oder vom Kalb (18 Euro). Das Fleisch ist von ordentlicher Qualität, die Größe passt auch, und der Service ist immer sehr nett – was will man mehr? Und wenn die Außentemperaturen dann endlich wieder über 15 Grad erreichen, lockt die Terrasse unter großen Markisen.
Viktoriastr. 23
Schwabing
www.k-v-r.de

Mittwochstipp: die Deutsche Eiche

Das Haus wurde 1864 erbaut, 1882 zog ins Erdgeschoß die erste Schenke ein. Ab den 50er-Jahren wurde das Restaurant zunehmend zum Treffpunkt der Münchner Schwulenszene und berühmt für seine Gäste aus Kunst, Kino und Kultur. Der berühmteste von ihnen: Freddie Mercury von „Queen“, der von 1979 bis 1985 an der Isar lebte und im Gärtnerplatzviertel wilde Feste feierte. Doch das ist lange vorbei, und die „Deutsche Eiche“ hat seitdem die eine oder andere Renovierung durchlebt. Heute ist hier jeden Mittwoch Schnitzeltag. Für 6,90 Euro gibt’s dann eine große Auswahl. Und die Preisdifferenz zur regulären Speisekarte ist beachtlich: Das normale Wiener Schnitzel „Eiche Art“ von der Kalbsoberschale kostet ansonsten nämlich 19,80 Euro.
Reichenbachstr. 13
Gärtnerplatz
www.deutsche-eiche.de

Montagstipp: Andy’s Krablergarten
Der Lieblingstreff vieler Touristen, die in der Innenstadt gut und günstig (jedenfalls für Münchner Verhältnisse) essen wollen. Rustikale Einrichtung und eine riesige Schnitzel-Karte, die mit Senfschnitzeln und Obatzter-Schnitzeln durchaus eigenwillige Kreationen aufweist. Der äußerst faire Preis für jede Variante: 10,90 Euro. Tipp für Sparfüchse: Jeden Montag ab 18 Uhr kostet das Schweineschnitzel – gebacken oder Natur – plus Beilage nach Wahl (Pommes Frites, Kartoffel-Gurkensalat, Reis oder Nudeln) sowie eine Auswahl an Pfeffer-, Champignon-, oder Zigeunersauce sogar nur 8 Euro.
Thalkirchner Straße 2
Sendlinger Tor
www.andyskrablergarten.com

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

      • Korrekt. Und da steht heute (Donnerstag) Happy Schnitzel Tag.

        Und auch ein Blick auf die Facebook-Seite verrät unter „Info“: Donnerstags Schnitzeltag

        • und weiter unten steht:
          Jeden Montag ab 18:00 Uhr
          Schweineschnitzel gebacken oder Natur dazu eine Beilage nach Wahl (Pommes Frites, Kartoffel-Gurkensalat, Reis oder Nudeln) sowie eine Auswahl an Pfeffer-, Champignion-, oder Zigeunersauce 8,00 €
          🙂
          Darauf bezieht sich unser Tipp. Auf Rückfrage hin haben wir übrigens erfahren, dass es hier auch mehrere Aktionen gibt.

  1. Was ist mit Burg Pappenheim? In der Baaderstr. Wart ihr da auch? Oder nur in den erwähnten Lokalen? Dann ist es ja nicht repräsentativ ! Schönen Gruß. Gerhard Acktun

  2. Wiener Schnitzel und Münchner Schnitzel im Weinbauer in der Schwabinger Fendstrasse muss man probieren. Sehr, sehr gut – tolles Wirtshaus.

  3. Vielen lieben Dank für die Tipps, einige sind mir in München noch nicht bekannt gewesen. 🙂

    Der nächste München Besuch wird ein schlemmerfest. <3

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