Münchner Stadtteile im Porträt: Isarvorstadt

2013-10-26 14.55.46-2Isarvorstadt, was stellt Ihr Euch darunter vor? Natürlich verbindet man es sofort mit der Isar, die durch München fließt. Das liegt daran, dass dieser Stadtteil an einen Teil der Isar grenzt. Man kennst diesen Stadtteil nur unter dem Namen „Isarvorstadt“, allerdings sind es zwei Stadtteile, die zu eben diesem Namen geführt haben; und zwar Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, die im frühen 19. Jahrhundert entstanden sind. Das Bahnhofsviertel ist stark geprägt durch die Einwanderer. Dort gibt es viele Gaststätten, Obst- und Gemüseläden und Hotels. Dann ist da das Wiesenviertel und wie der Name schon sagt, befindet sich dort auch die Theresienwiese, auf der die Wiesn stattfindet.

Östlich davon liegt das Klinikviertel, in dem auch das die Kliniken der Ludwig-Maximilian-Universität liegen. Viele von euch werden den Namen Glockenbachviertel  kennen. Dieses liegt am nähsten zur Isar und ist für die Homosexuellenszene bekannt, aber auch für schnuckelige Cafés, Bars und außergewöhnliche, kleine Geschäfte. Früher habe ich außerhalb von München gewohnt und bin mit 14 Jahren nach München, in die Isarvorstadt gezogen. Für ein Mädchen in der Pubertät ist so etwas eine große Umstellung. Man lässt eine vertraute Gegend zurück, eine Gegend, in der man aufgewachsen ist. Damals war ich noch im Internat in Bogenhausen und lernte meine neue Umgebung Stück für Stück kennen. Es war so seltsam, plötzlich überall so schnell hinzukommen. Ich glaube ich habe noch nie so oft gesagt : „ Ach, das ist gleich um die Ecke?“

Die Lebensmittelgeschäfte waren fünf Minuten vom Haus entfernt und am Marienplatz war man mit der U-Bahn in kürzester Zeit. Irgendwann traute ich mich, größere Kreise zu ziehen und siehe da: ich stand auf der Theresienwiese. Ich musste zunächst realisieren, dass dies der Platz war, auf dem das Oktoberfest stattfand, und natürlich auch das Frühlingsfest und das Winter-Tollwood. Das Zentrum der Isarvorstadt ist für mich der Goetheplatz. Man hat so viele Möglichkeiten, dort etwas zu unternehmen. Was ich als erstes ins Herz geschlossen hatte, war das Kino dort. Als große Filmliebhaberin war das für mich eine Bereicherung. Außerdem gibt wirklich gute Restaurants und Bars und für mich ein Hotspot: Es gibt eine Tanzschule. Wer tanzen von kompetenten Lehrern lernen will, ist dort gut aufgehoben, für jede Altersgruppe und Tanzrichtung ist was dabei. Und dort habe ich mich auch das erste Mal so richtig aufgenommen gefühlt, weil die Tanzschule für mich wie eine kleine Familie ist und ich immer das Gefühl habe, Willkommen zu sein.

Man kann bequem zur Isar spazieren und wenn man etwas länger am Fluss entlanglaufen will, kommt man zum Deutschen Museum. Ich erinnere mich gut daran, dass ich damals mit der Grundschule dort gewesen bin. Wir haben 50 Minuten gebraucht, um dort überhaupt anzukommen. An der Isar sind im Sommer so viele Menschen, man kann darin auch baden und abends grillen.Nach einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass es hier von Krankenhäusern nur so wimmelt. Es ist also immer schnell Hilfe da und das kann in vielen Fällen von großer Bedeutung sein. Viele sagen, dass das Stadtleben sehr hektisch ist und laut. Ich empfinde gar nicht so. Es ist schön in einem Stadtteil zu leben, der zugleich sehr lebendig, aber auch ruhig sein kann. Und ja, man kann nachts wirklich gut schlafen, da stört kein Straßenlärm.

Ich habe mich in diesen Stadtteil verliebt, er ist vielfältig und man hat alles vor der Tür oder nur eine U-Bahnstation entfernt. So ungewohnt es auch für mich war, hierher zu kommen und mich hier zurecht zu finden, hier möchte ich nicht mehr weg. Meine Tipps für euch: Wenn Ihr richtig tanzen lernen wollt, egal in welche Tanzrichtung es gehen soll, ist die Tanzschule Neubeck auf der Lindwurmstraße genau das Richtige. Gutes Essen findet Ihr in der Isarvorstadt überall. Neben dem Royal Filmpalast hat gerade ein neuer Burger-Laden aufgemacht. Gleich nebenan findet ihr das Sinans, dort ist für jeden etwas Leckeres dabei. Die Isar ist gut zu erreichen und wer einen entspannten Nachmittag haben will, kann sich im Sommer an die Isar setzen oder legen oder sogar darin baden. Wer gerne Theaterstücke oder Opern mag, kann diese am Gärtnerplatz im Staatstheater sehen. Aber genug von meinen Tipps, kommt in die Isarvorstadt und findet’s selbst heraus 😉

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich mag die Isarvorstadt auch sehr gerne, auf meinem Arbeitsweg radel ich einmal quer durch von der Lindwurmstraße durrchs bunte „Arabische Bahnhofsviertel“. Das Restaurant Goldmarie Nähe Haltestelle Poccistraße kann ich empfehlen 😉

  2. Ich finde den Bericht sehr schön.Ich war sehr oft in Müchen ,auch dort wo sich kein Tourist hin verirrt.
    Ich mag die Stadt sehr

Kommentar verfassen