#BlogInsight. Wir stellen vor: Unsere Autorin Margot Weber

Im Blog von muenchen.de schreiben Münchnerinnen und Münchner über unsere schöne Stadt. In unserer neuen Serie „BlogInsight“ wollen wir Euch die Köpfe dahinter näher vorstellen. Heute in unserem „10 Fragen an“-Interview: Margot Weber

1. Seit wann bloggst Du für muenchen.de und was hat Dich dazu inspiriert?
Ich bin von Anfang an dabei, also seit Ende 2012. Als freie Journalistin bin ich beruflich oft unterwegs, und auch privat reise ich gern und viel. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich gefragt wurde, hier über meine Heimatstadt zu bloggen. Über die schreibe ich nämlich ansonsten so gut wie nie. Tatsächlich hat mir meine Arbeit für muenchen.de meine Stadt emotional wieder näher gebracht.

2. Was machst Du außer über München zu schreiben, beruflich und privat?
Unterwegs sein, Menschen treffen, sie befragen, ins Theater, in die Oper und in Ausstellungen gehen, Bücher lesen, Zeitschriften lesen, essen gehen. Bei mir verschwimmen aufgrund meines Jobs die Grenzen zwischen beruflichem und privatem Tun – was gleichermaßen Vor- und Nachteil ist.

3. Wo und wie findest Du die Ideen für Deine Themen?
Im Dialog mit Freunden, Bekannten, Kollegen, aber auch schon mal mit einer Nachbarin oder an der Supermarktkasse. Was mir schon oft passiert ist: Dass ich im Café, im Zug oder in der U-Bahn einen Halbsatz aufschnappe, der mich dann auf ein Thema bringt.

4. Hast Du ein Steckenpferd beim Schreiben? Lieber Gastro oder eher Kultur?
Ich mag alles gleich gern. Ein neues Stück von René Pollesch kann mein Leben genauso bereichern – und mich genauso inspirieren – wie ein deftiger Pot au feu.

5. Was macht für Dich das Münchner Lebensgefühl aus?
In der Theorie: Leben und leben lassen – und das unter azurblauem Himmel und bei Sonnenschein in einem der vielen schönen Biergärten. In der Praxis stelle ich allerdings fest, dass sich München und Schwabing, wo ich lebe, in den vergangenen fünf Jahren vergleichsweise stärker verändert haben als in den 25 davor. Die Menschen sind gestresster und angestrengter als früher. Diese wunderbare Münchner Tiefenentspanntheit und Lässigkeit, die Helmut Dietl in seinen Fernsehserien so genial eingefangen hat, ist fast verschwunden. Das Leben ist nun auch an der Isar rauer und härter – und nochmal teurer – geworden.

6. Was würdest Du an München vermissen, wenn Du wegziehen müsstest?
Das Dachterrassencafé der TU, das „Monopol“-Kino in der Schleißheimer und den Mittagstisch im KvR, dem ehemaligen Rolandseck.

7. Wenn nicht München – in welcher anderen Stadt könntest Du Dir vorstellen zu leben?
Ich kann mich, was mein Leben sehr erleichtert, tatsächlich innerhalb weniger Wochen fast überall zuhause fühlen. Insofern könnte ich wirklich fast überall leben. Wenn ich frei wählen dürfte, wäre es eine Stadt am Wasser, am liebsten am offenen Meer, also beispielsweise Barcelona, Istanbul oder Vancouver. Wenn es keine Stadt sein müsste, wäre es Fuerteventura. Hauptsache, es weht ein starker Wind und ich habe das Gefühl von Weite und Weltoffenheit.

8. Welches sind Deine drei Lieblingsorte in München?
Der Luitpoldpark, der Kleinhesseloher See, Schwabing.

9. Wie sieht für Dich ein perfekter Tag in München aus?
Ausschlafen – und ohne Baulärm oder Sirenengeheul von Feuerwehr oder Krankenwagen aufwachen –, frühstücken gehen, dabei draußen sitzen, dann zum Flaucher, zum Tierpark oder zu einem Biergarten radeln, abends ins Theater und danach den lauen Sommerabend in der Maxvorstadt oder in Schwabing outdoor mit einem Strawberry Margarita beschließen.

10. Welches sind Deine liebsten Blogs über München und aus München, abseits des Blogs von de natürlich ;-)?
www.muenchner-feuilleton.de
www.mitvergnuegen.com
www.ankegroener.de

Vielen Dank an Margot für das Interview und die spannenden Einblicke! 

Kommentar verfassen