10 Gründe, warum Hunde München lieben

Mit Hund in Bus und Bahn unterwegs? Ja, aber bitte nur mit Leine!München: Hauptstadt der Herzen und – Herzstadt für Hunde! Hier kommen 10 handfeste Gründe, warum Vierbeiner und ihre Menschen so gerne durch München streifen.

Über 33.000 Hunde sind in München gemeldet, Tendenz steigend. Wo sonst würde ein Dackel, nicht eben der Inbegriff an Sportlichkeit, zum Maskottchen für die Olympischen Spiele gewählt? Gleich zweimal wurde München für besondere Hundefreundlichkeit ausgezeichnet.

Und damit die Münchner weiterhin die vielgerühmte „Liberalitas Bavariae“ in Bezug auf die felligen Stadtmitbewohner walten lassen, sollten die dazugehörigen Frauchen und Herrchen natürlich unbedingt darauf achten, dass sie ebenso Rücksicht auf ihre Mitmenschen nehmen und auf die Umgebung, in der sie sich bewegen.

1.Die Isar
Auf 295 Kilometern Länge schlängelt sich die Isar vom Karwendel bis zur Donau, rund 14 Kilometer davon durch München. Nicht erst seit seiner Renaturierung ist der ‚grüne‘ Fluss eines der beliebtesten Freizeitziele der Münchner – und Hunde freuen sich ganz besonders an warmen Tagen darüber, ihre Pfoten dort ins kühle Nass zu tauchen. Und bei den kilometerlangen Spazierwegen entlang der Isar ist das auch meist möglich – Herrchen oder Frauchen sollten jedoch unbedingt darauf achten, dass dabei Rücksicht auf andere Isarliebhaber genommen wird.


2.Der Englische Garten

Rund 1.100 öffentliche Grünflächen finden sich in München, damit sind insgesamt etwa 13 % der Stadtfläche Grünanlagen – klar, dass Hund sich hier wohlfühlt! Das im wahrsten Sinne des Wortes grüne Highlight für Hund und Halter ist der Englische Garten, eine der größten innerstädtischen Grünanlagen der Welt: auf 374 Hektar erstrecken sich 78 Kilometer Wege, also jede Menge Platz für stundenlange Streifzüge ‚auf sechs Beinen‘. Scheinbar magisch angezogen werden die Fellnasen übrigens vom Mini-Hofbräuhaus im Englischen Garten: Da trifft Hund eigentlich bei jeder Witterung eine Menge Artgenossen.


3.Die Biergärten

München und seine Biergärten – ein Stück bayerische Lebensart, das man gut und gerne auch in Begleitung seines felligen Begleiters genießen kann. In den Bier- und Wirtsgärten in und um München sind angeleinte Hunde in der Regel durchaus gern gesehene Gäste und bekommen sogar ihren eigenen Wassernapf serviert. Und welchem Hund macht es keinen Spaß, sich auf der Suche nach ein paar herabgefallenen Resten durch den Kies zu schnüffeln… Beliebte Anlaufstellen für Zwei- und Vierbeiner sind etwa der Hirschgarten, wo man ganz nebenbei noch ein bisschen das Wild beobachten kann, der Aumeister nach einer langen Runde im Nordteil des Englischen Gartens oder der Flaucher, der sich hervorragend zum Ausklang eines Badetags an der Isar eignet.


4.Die Leinenfreiheit

In den letzten Jahren haben sich die Hundeverordnungen in ganz Deutschland nach und nach verschärft – das gilt auch für München. Allerdings ist auch die 2014 in Kraft getretene neue „Verordnung zum Halten von Hunden“ was das Anleinen angeht immer noch sehr liberal und lässt viel Spiel-Raum für Freiläufer: Generell gilt in Bayern nämlich Leinenfreiheit, sofern keine anderen Vorgaben greifen (etwa in Naturschutzgebieten) oder von den Kommunen gemacht werden. In München gelten auch ein paar spezielle Regelungen: Leinenpflicht herrscht im Westpark und uf den Wegen von städtischen Grünanlagen in Bereichen innerhalb der „grünen Poller“. Große Hunde (ab 50cm Schulterhöhe) müssen außerdem beispielsweise innerhalb des Altstadtrings und in Fußgängerzonen an die Leine. Alle Infos zu den Regeln in München findet man hier. 

Ansonsten gibt es genügend Freilaufmöglichkeiten für die Vierbeiner. Leinenfreiheit ist dabei natürlich keine Ausrede für schlechtes Benehmen. Damit es also auch in Zukunft heißt: „Leinen los“, braucht München weiterhin rücksichtsvolle und umsichtige Hundehalter, die mit gutem Beispiel vorangehen und sich auch an die lokalen Einschränkungen (beispielsweise im Westpark sowie für große Hunde innerhalb des Altstadtrings) halten. Das gilt allem voran natürlich an Spielplätzen, die für Hunde absolut tabu sind.

5.Der Schnee
Zugegeben: nicht gerade das, woran man im Sommer gerne denkt, tatsächlich gehört Schnee aber für die meisten Hunde zu den größten Highlights im Jahr! Flocken fangen, Schneebälle verfolgen, in der weißen Pracht genüsslich wälzen… Schnee verspricht einfach jede Menge Spaß. Im Mittel erwarten die Fellnasen um die 31 Schneetage von Dezember bis Februar – also jede Menge eiskaltes Vergnügen. Sportliche Mensch-Hund-Gespanne können auch im Umland nach Langlaufloipen Ausschau halten, auf denen Hunde erlaubt sind – so kommen Zwei- und Vierbeiner auch in der kalten Jahreszeit richtig in Bewegung.


6.Das Sporteln

Fitness liegt voll im Trend – und am liebsten mit Hund. Dank all dem Grün in der Stadt (siehe Punkt 2) und den 14 Kilometern Isar (siehe Punkt 1) lässt sich wunderbar gemeinsam sporteln: Joggen und Radeln kann man fast überall. Die nächste Grünanlage ist eigentlich nie weit entfernt und das gut ausgebaute Netz an Fahrradwegen erlaubt es, auf rund 500 km Länge Hunden auf sicheren Strecken eine Menge Auslauf zu verschaffen. Bei der Planung hilft der Radroutenplaner, mit dem man gezielt nach „Grünen Routen“ oder „Familienrouten“ Ausschau halten kann, die sich für Fahrten mit Hund besonders eignen.

Wer lieber in der Gruppe aktiv ist, findet außerdem in den vielen Münchner Hundeschulen und Hundesportvereinen nicht nur Hilfe bei Erziehungsfragen, sondern auch die Möglichkeit, sich und den Hund bei Agility und Co. auszupowern.

7.Das Shoppen
München ist ein Shopping-Paradies – und das gilt Hundegott-sei-Dank auch für die Bedürfnisse der Fellnasen! Hier findet sich wirklich alles, was das Hundeherz begehrt: vom spezialisierten Lifestyle-Paradies über die Bio-Hunde-Metzgerei oder das Hunde-Luxus-Hotel bis zum Megastore auf drei Etagen. Nicht zuletzt hat auch Europas größter Onlinehändler für Heimtierbedarf seinen Sitz in München…

8.Die Ausflugsmöglichkeiten
Egal ob Einheimischer, Zuagroaster oder Touri: ab und an wollen Hund und Halter einfach mal ein bisschen Abwechslung vom Gassi-Alltag. Und auch da haben München und das Umland einiges zu bieten. Bello beobachtet gerne Tiere? Dann ab in den Tierpark Hellabrunn, in den Vogelpark Olching oder im Bergtierpark Blindham. Fiffi schnuppert gerne an Blumen? Im Freigelände des Botanischen Gartens darf er das gerne tun. Luna interessiert sich für Kultur? Dann sollte sie unbedingt im Nymphenburger Schlosspark oder dem Hofgarten schlendern. Und wenn Buddy immer sicher den Weg nach Hause findet, kann man sich doch einfach mal mit ihm ins Heckenlabyrinth Unterweikertshofen wagen. Da Mensch mit Hund sich die Ausflugsziele meist mit jede Menge anderen Zweibeinern teilt, sollte dort im Sinne eines harmonischen Miteinanders natürlich auch die guterzogene Schokoladenseite des Hundes präsentiert werden.


9.Die Artgenossen

Gut 100 Hunde finden sich rein rechnerisch pro Quadratkilometer Stadtfläche in München, auf 100 Einwohner kommen 2,2 Hunde. Das ist vor allem im Vergleich mit anderen Großstädten in Deutschland nicht sonderlich viel, trotzdem trifft man in den beliebten Gassigebieten immer jede Menge Artgenossen. Die Münchner Zamperl gelten als besonders gut sozialisiert. Für das weitgehend friedliche Miteinander untereinander sorgen auch die Freilaufmöglichkeiten: So können sich die Fellnasen auch einfach mal aus dem Weg gehen. Die Statistik scheint diesen Eindruck zu untermauern: 2014 wurden etwa nur 20 Vorfälle mit Hunden gemeldet, die auf Unverträglichkeit unter den Tieren zurückzuführen waren.

Ganz nebenbei können aufmerksame Mensch-Hund-Gespanne sich in München auch im tierischen Promi-Spotting üben: Zwar flanieren Rudolph Moshammer und seine Yorkshire-Dame Daisy schon länger nicht mehr über die Maximilianstraße, dafür trifft man mit etwas Glück mal Lola Paltinger mit Heidi, Max Tidof mit Lilly, Abi Ofarim mit Callas, Götz Otto mit Lotte oder Christine Theiss mit Tiffany und Osito. Natürlich leistet sich München auch Vierbeiner, die selber kleine Promis sind – und so laufen dem wachsamen Beobachter vielleicht auch Mops Sir Henry oder Prager Rattler Ludwig über den Gassiweg…

10.Die Infrastruktur
In München gibt es nicht nur eine ausgesprochen gute, sondern auch eine wirklich hundefreundliche Infrastruktur: So fährt ein Hund pro Mensch mit gültigem Fahrschein kostenlos in S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus mit, die über 300 Kotbeutelspender im Stadtgebiet sorgen im Falle des Falles für schnellen Zugriff auf Tütchen und die kostenlose Zamperl-App der Stadt München bietet Münchnern und Touristen schnell und unkompliziert Orientierung, wo ihr Hund freilaufen darf und wo nicht.


Fallen euch noch mehr Gründe ein? Dann nichts wie rein in die Kommentare damit!

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Hunde in München – ein paar Fakten | Isarhunde

  2. Ich hab leider einen gegenteiligen Grund, der vermutlich überall greift.
    Gerade mal an den LußSee darf man von Mai bis September die Hunde mit auf eine spezielle Hundewiese nehmen.
    Ich habe 2 kleine Kinder und meinen Hund und wenn ich schwimmen gehen will (egal ob See oder Schwimmbad), muss ich fast immer meinen Hund zuhause lassen oder einmal quer um München rum fahren um zum Lußsee zu fahren.
    Was auch nicht so toll mit 2 kleinen Kindern ist, die gerne mehr im Wasser wären, die Liegewiese aber doch ein bisschen zu weit entfernt ist.
    Viele Grüße
    Flo

  3. Danke für die vielen Infos, da bekommt man als Nichtmünchner ja richtig Lust, selbst mal eure Stadt zu besuchen. Vor allem die Freilaufflächen und Kotbeutelspender haben mich überzeugt. Wir dürfen zwar eher kräftig zahlen, aber geboten bekommen Hunde dafür nicht viel. Schön, dass es auch anders geht.

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