Wo man Münchner Hobby-Köche und Gourmets trifft

Stilvolle Teekannen, hübsche Kaffeetassen, Bio-Food, Kochkurse und Kochbücher: Unsere Autorin Margot Weber hat euch eine kleine Auswahl netter Geschäfte, Cafés und Märkte zusammengestellt – wie immer natürlich rein subjektiv. Ergänzungen erwünscht!

Petit: „Kochkultur“
Von der Stelton-Thermoskanne bis zu handgedrehten Porzellanschalen, von gedrechselten Pfeffermühlen bis zu ausgefallenen Kochbüchern: In der „Kochkultur“ im Gasteig wird jeder fündig. Seit nunmehr zehn Jahren hält sich das kleine Lädchen nun schon unter dem Dach des Haidhauser Kulturzentrums. Der Schwerpunkt liegt auf Produkten von kleinen Firmen – wie etwa den Tiertassen der Fanteria, den bunten Einkaufstaschen von Salon Elfi oder den Rocket-Eierbechern von Sebastian Frank Design. Gewürze, Grüner Tee und Kakao sind übrigens ebenfalls im Angebot.
Öffnungszeiten:
Mo/Di 13 bis 19 Uhr
Mi-Fr 11 bis 19 Uhr
Sa 11 bis 16 Uhr
Rosenheimer Str. 5

Mini-Kaufhaus: „Kochgut“
Feines, Schönes, Originelles und Brauchbares für Küche und Tisch: Der winzige Shop ist seit über drei Jahrzehnten eine Institution in Haidhausen. Dort findet man Kochlöffel, Schürzen, handgeschmiedete Messer und vieles mehr. Mehr als 120 Marken und über 5000 verschiedene Artikel – etablierte Marken genauso wie kleine Manufakturen. Ein toller Laden, um nach Geschenken für ambitionierte Hobbyköche zu stöbern. Tipp: Nach dem Shopping eines der vielen kleinen Restaurants oder eine Weinbar in der Umgebung ansteuern!
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10.30 bis 18.30 Uhr
Sa 10 bis 15 Uhr (Juni, Juli & August bis 14 Uhr)
Max Weber Platz 8a/Eingang Schloßstraße

Exotisch: „Gewürz-Laden“
Wer edle Gewürzmischungen, Gewürzpasten, hausgemachtes Pesto, Honigwein oder Bio-Feinkost-Spezialitäten sucht, ist hier Stammkunde. Mittags gibt’s im „Gewürz-Laden“ hausgemachtes Essen und frische Säfte – etwa einen Rote-Beete-Ananas-Kiwi-Granatapfel-Saft mit Kardamom – und den ganzen Tag lang Kräuter-Tees, äthiopischen Kaffee, Kuchen und Torten.
Was den Laden besonders macht: Eigentümerin Youdit Berhane bietet ihre Speisen nach dem „Eat what you want – Pay as you wish“-Prinzip an. „Jeder soll für das von mir zubereitete Essen so viel zahlen wie er kann oder will“, erklärt die Frau aus Eritrea. Sie sagt: „Solidarität, Leben und Gemeinschaft im gegenseitigen Austausch und mit Wertschätzung des Gegenüber ist mir wichtig. Mit meinem Gewürz-Laden möchte ich dazu beitragen, dass die Zukunft gerechter, solidarischer und menschlicher wird. Und weiterhin offen bleiben – für neue Herangehensweisen, Lebens- und Geschäftsmodelle.“
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10 bis 19 Uhr
Sa 10 bis 16 Uhr
Haimhauserstraße 6

Platzhirsch: Kustermann

Das Münchner Traditionskaufhaus existiert schon seit über 200 Jahren – 120 Jahre davon direkt am Viktualienmarkt. Sensen, Strohmesser, Schaufel und Nägel waren die ersten Produkte, seit 1952 gibt’s dort alles rund ums Leben und Wohnen zu kaufen; seit der Jahrtausendwende liegt der Fokus auf hochwertiger Küchen- und Tischkultur. Ein Geschäft der Superlative: Kustermann ist mit 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche das größte deutsche Fachgeschäft seiner Art.
Übrigens: Wer in München gutbürgerlich heiratet, hat vermutlich dort seine Hochzeitsliste ausgelegt – entweder virtuell oder ganz real. Wobei er dafür aus einem Angebot von sagenhaften 75.000 Produkten auswählen konnte. Wer seinen Kindern die Grundlagen vernünftiger Ernährung beibringen will, bucht für sie einen Termin in der hauseigenen Kinderkochschule. Und wer sich selber am Herd oder Grill verbessern will, kann auch das dort mit Hilfe von Profiköchen in speziellen Kursen lernen.
Öffnungszeiten:
Mo-Sa 10 bis 20 Uhr
Viktualienmarkt 8

Für Käse-Liebhaber: Käs Müller
Ein Paradies für Käseliebhaber. Ein kleiner Laden, unweit des Ostbahnhofs, mit einer riesengroßen Auswahl unterschiedlichster Käsesorten. Und wer noch einen guten Wein möchte – auch das kein Problem! Schinken, Fisch und sonstigen Delikatessen sind ebenfalls im Angebot. Tipp: Mittags hingehen, da gibt’s wunderbare Salate!
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 7.30 Uhr bis 18.30 Uhr
Wörthstr. 51

Klein, aber fein: Elisabethmarkt
Obst, Gemüse, Käse, Brot, Blumen und ein schöner Biergarten („Wintergarten“) hinterm einstigen „Milchhäusl“: Der über hundert Jahre alte Schwabinger Wochenmarkt – benannt nach der österreichischen Kaiserin Sisi – ist so gut bestückt, dass die Schwabinger den Viktualienmarkt kaum noch frequentieren müssen. Die einstige Markthalle wurde im Zweiten Weltkrieg zerbombt und in den 50er Jahren durch feste Markthäuschen ersetzt – allesamt kleine Schatzkästchen! Tipp: Erst in der „Casa Sarda“ (Stand 13) sardische Spezialitäten schlemmen, danach einen Kaffee im „Standl 20“ trinken und anschließend vom „Chalet du fromage“ (Stand 11) ein bisschen französischen Käse für Zuhause mitnehmen.
Elisabethplatz 4

Kontrolliert bio: „L’Amar“
Seit Juni 2014 führen die Sardin Federica Pulisci und der Apulier Orazio Lacenere ihr kleines Lokal. Federica leitet die Küche; Orazio führt das Serviceteam und kümmert sich um das Weinsortiment. Das „L’Amar“ ist eines der wenigen Öko-zertifizierten Organic-Cafés und -Restaurants, die ausschließlich Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau verwenden. Übrigens: Jeden Abend gibt’s zusätzlich zu den Gerichten auf der Karte auch 3- bis 4-Gänge-Menues – auch mit korrespondierenden Weinen.
Tipp: Das hausgemachte Ravioli mit Lachs-Mangold-Füllung in Zitronenschaum (15,90 Euro) und das Ziegenkäse-Risotto mit Spargel (14,90 Euro) schmecken köstlich! Und wer nach dem Essen noch etwas mitnehmen möchte: Federica und Orazio verkaufen auch Bio-Feinkostprodukte, Olivenöle, Balsamicos und Bio-Weine.
Öffnungszeiten:
Mo-So 16 bis 24 Uhr
Sa/So/Feiertags ab 10 Uhr
Pestalozzistr. 28,

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