Fünf leckere Restaurant-Tipps für Euren Abstecher nach Sendling

Viele Münchner haben Sendling nicht so auf dem Schirm. Doch es gibt es ein paar echte Schmankerl unter den Lokalen. Meine persönlichen fünf Tipps für Euch:

Beirut Beirut – Falafel wie Ihr es sonst nur im Libanon bekommt

Seit rund drei Jahren am Start ist der gebürtige Libanese Khudor mit seinem legendären Orient-Imbiss Beirut Beirut. Die absolute Spezialität des Hauses: Falafel. Und ich rede hier nicht von den tiefgefrorenen Bällchen, die man normalerweise im Döner-Laden bekommt. Im Beirut Beirut werden die kleinen knusprigen Leckereien aus Kichererbsen tagtäglich vor den Augen der Gäste selbst gemacht. Probieren lässt sich das Falafel auf zweierlei Art: in Form eines Sandwiches oder als Falafel-Teller. Ich selber bevorzuge Letzteres.

Zu den Bällchen dazu gibt es eingelegte Gurken und Rettich, frischen Koriander, Fladenbrot und cremige Sesam-Paste, Tahina. Schräg gegenüber vom Beirut Beirut gibt es mit dem Manouche übrigens noch einen „kleinen Bruder“ vom Kultimbiss. Manouche – das ist quasi die libanesische Version von Pizza aus leckerem, frisch gebackenen Hefe-Teig und Füllungen wie Halloumi, Hackfleisch oder orientalischem Za‘atar-Gewürz. Beide Läden punkten durch die coole Einrichtung im Retro-Stil von Beirut. Wer mit Freunden herkommt, die sich zwischen den Locations nicht entscheiden können: Das Essen vom einen lässt sich auch zum anderen mitrübernehmen – bleibt ja quasi in der Familie.

Urban Bakery – Brot und Gebäck wie es wirklich schmecken soll

Was das Beirut Beirut für einen herzhaften Snack ist, ist die Urban Bakery für‘s Frühstück. Die ganzen Selbstbedienungsbäckereien in München hatten uns ja schon fast verlernen lassen, wahre Backkunst zu erkennen. Bei der Urban Bakery in der Urbanstraße am Übergang von Sendling zu Thalkirchen werden die Geschmacksnerven wieder daran erinnert, wie Backwaren wirklich zu schmecken haben. Ja es stimmt – hier stellt sich wirklich noch jemand nachts um drei in die Stube, um leckere Sachen für die Kundschaft backen.

Ich liebe das knusprige Baguette, das wie in Frankreich schmeckt und ich liebe die süßen Sachen wie Rosinenschnecken oder Brioches. Wenn ich zu faul hin, mir Wurst oder Käse beim Supermarkt zu kaufen, greif ich auch mal gleich auf die belegten Varianten der Baguettes oder Körner-Semmeln zurück. Sonntagnachmittag ist Zeit für Kuchen – da rate ich Euch zum meinem persönlichen Favoriten: Banane-Mascarpone-Torte. Der Name sagt doch bereits alles, oder?

Stenz – hausgemachte Kuchen von der Oma aus der Nachbarschaft

Für einen ausgiebigen Brunch mit Freunden ist der Stenz an der Lindwurmstraße eine tolle Idee. Das Café hat vor rund zwei Jahren seine Pforten geöffnet und war von Beginn an ein absoluter Renner im Viertel. Schade ist einzig und allein, dass es schon um 18 Uhr wieder schließt. Zum Frühstück kommen hier leckere Kombis aus frischen, gesunden Komponenten auf der Tisch – darunter Müsli, knackige Rohkost, Quark und Vollkornbrot. Mittags hat der Stenz auch ganz schön was zu bieten – zum Beispiel deftige Fleischpflanzerl.

Natürlich mit Fleisch aus regionaler Aufzucht. Regional – das ist überhaupt das Gebot der Besitzer. Convenience Food kommt hier garantiert nicht ins Essen. Praktisch alle Speisen bereitet das Team auf Basis von regionalen Zutaten zu. Noch lokaler sind die Kuchen aus der Vitrine. Für die haben die Jungs vom Stenz nämlich praktisch zwei liebe Omis aus der Nachbarschaft vertraglicht, die ihnen die leckersten Sachen kredenzen und sich somit nebenbei noch ihre Rente aufbessern. Ein weiteres, neues Café mit ähnlichem regionalem Ansatz gibt es übrigens mit dem Café Erika nur wenige Meter weiter.

Saluki – Pizza am Gotzinger Platz mit dem gewissen Hipster-Flair

Noch sehr neu im Viertel ist die Hipster-Pizzeria am Gotzinger Platz. Der blüht in letzter Zeit überhaupt sehr auf. Bei Saluki – das Wort bezeichnet einen Windhund, weil der Besitzer als Kind wohl immer aufgrund seiner schlanken Statur gehänselt wurde – gibt es hauchdünne Pizzen und täglich wechselnde Pasta-Gerichte. Früher befand sich in den Räumlichkeiten die Trattoria Romana. Die war aber schon ein wenig in die Jahre gekommen. Das Saluki präsentiert sich mit cooler Mucke, Kung Fu-Bildern an der Wand und Retro-Stühlen.

Der Service ist manchmal ein bisschen verplant, ich freu mich aber dennoch über den Neuzugang im Viertel – nicht zuletzt wegen des süffigen Tillmann-Bieres. Paar Häuschen weiter gehe ich auch sehr gern zu Bizim Balikci bzw. Unser Fischmarkt, dem Fischhändler meines Vertrauens, über dessen Mittagstisch ich mich regelmäßig bei Facebook auf dem Laufenden halte, sowie in die brandneue Aperitivo-Bar Un po‘ di tutto, die hoffentlich bald die Lizenz bis 22 Uhr erhält und den Platz somit auch abends bereichert.

Südhang – perfekter Ort für ein Gläschen Wein in der Danklstraße

Last but not least hab ich die Weinbar Südhang in der Danklstraße in mein Herz geschlossen. Weinbars – sowas haben wir hier im Viertel nämlich nicht allzu oft. Beim Südhang kann man sich so richtig schön in Sachen edle Tropfen beraten lassen, ohne sich blöd vorzukommen, weil man sich manche Dinge vielleicht nicht fragen traut. Ist ja schließlich nicht jeder ein Kenner! Die Jungs hier beraten Euch und treffen sicher auch Euren persönlichen Weingeschmack. So was wie einen Spritz gibt es hier aber natürlich ebenfalls. Und zu früherer Stunde schmecken auch Kaffee und der hausgemachte Kuchen überaus.

Zum Gläschen Wein könnt Ihr abends auch eine kleine Platte von Wurst- und Käse ordern. Mittags gibt es darüber hinaus Gimbap, so eine Art südkoreanische Version von Sushi, die die Gäste der Herkunft der Frau vom Besitzer zu verdanken haben. Achtung: Die Öffnungszeiten vom Südhang sind recht tricky. Geöffnet hat das Team nämlich ausschließlich von Mittwoch bis Samstag. Und wie beim Un po‘ di tutto sollte Ihr auch hier nicht allzu spät mit Eurem Drink dran sein, da der Südhang um 20 Uhr die Türen schließt.

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