Acht untypische Tipps für München

München hat ja so einiges zu bieten. Fernab vom typisch bayerischen Hofbräuhaus und Co. wollen wir euch die alternative Seite der Stadt vorstellen, sei es zum Feiern, zum Relaxen im Park oder für die nächsten Kaffeekränzchen mit Freunden.

1.Pathosgelände

Das Künstlergelände war bisher eher für den Pathos-Club bekannt, in dem oft Electro- oder Techno-Musik lief. Mittlerweile hat der Club zwar geschlossen, aber man kann auf dem Gelände dennoch viel entdecken und dort gemütliche Abende mit Freunden verbringen. Regelmäßige Konzerte, Vorlesungen und Theaterauftritte versorgen das Publikum mit ausreichend Kultur inmitten Münchens. Auf dem Gelände fühlt man sich in der bayerischen Landeshauptstadt der Lässigkeit Berlins ein bisschen näher.

2.Viehof
Der Viehhof am Schlachthof  ist zwar von Mauern eingezäunt, aber versprüht dennoch eine ganz neue, andere Atmosphäre. Sich mit Freunden verabreden, Dates verbringen, Open-Air-Kinos besuchen oder auf den Winterweihnachtsmarkt – für jede Saison und jeden Münchner wird etwas geboten. Obwohl das Bahnwärter Thiel nicht mehr am Viehhof steht, fährt dennoch die kleine Dampflok über den Platz und bimmelt zum nächsten Event-Streich.

3.Unter Deck

Geheimtipp für alle Leichtmatrosen unter Euch, die auch zu Drum&Bass mal ein Bier trinken oder feiern wollen. Meist jeden letzten Donnerstag im Monat trommelt die Crew von „Sustain“ all ihre Leute zusammen, um die Münchner Innenstadt mit „bisschen“ mehr Bass zu beschallen. Ansonsten ist das Unter Deck auch ein Hotspot für Liveauftritte, Lesungen oder sich ganz „oldschool“ mit Freunden auf einen Drink zu treffen.

4.Alter Nördlicher Friedhof
Grünflächen hat München massig – aber kein Park ist so atemberaubend wie der zwischen Acris-, Adalbert- und Tengstraße. Zwischen 1868 und 1939 war die Anlage nämlich die letzte Ruhestätte für unzählige Menschen. Einige der verwitterten, moosbedeckten Grabsteine sind heute noch zu erkennen und sorgen für einen Bruch in der Parklandschaft. War der Friedhof früher ein Ort den wir niemals freiwillig aufgesucht hätten, ist er mittlerweile dank der ruhigen Idylle einer unserer Lieblingsparks geworden.

5.ehemalige S-Station Olympiadorf
1972 wurde eigens für die Olympischen Spiele die gleichbenannte S-Bahn-Station erbaut. Der Terroranschlag überschattete das Event, die Station wurde einige Jahre später wieder stillgelegt. Das Besondere an der Station ist die Abgeschiedenheit und das alternative Design in Form von alten Aufschriften und wandübersäten Graffitis. Hier kann man bestens mit Freunden abhängen, picknicken oder den Sonnenuntergang anschauen.

6.Container Collective
Neu errichtete Container Collective am Ostbahnhof erinnert an die Häfen Hamburgs und vereint somit den Norden mit dem Süden. In, auf und vor den Containern kann man auf Holzpaletten mit Freunden das wohlverdiente Feierabendbierchen zischen.

7.Man vs. Machine

Im Café fällt nicht nur die industrielle Einrichtung auf, sondern auch der exzellente Umgang mit den Kaffeemaschinen, denn hier sind Experten am Werk. Das Ambiente lädt zum Entspannen mit Freunden ein. Sehr zu empfehlen ist der Kaffee, den man mit seinen Dudes kippen kann oder das warme Bananenbrot mit Meersalz und geschmolzener Butter. Das Man vs. Machine ist definitiv ein Spot, an dem man sein Alltagsstress vergessen kann.

8.Hey Luigi

Für uns der ultimative Tipp, weil wir dort nach (den besten!) Käsespätzle und drei Weinschorlen unsere Seite „gegründet“ haben. Ein bisschen Glockenbachfeeling in Reinkultur: Im Sommer kann man draußen sitzen und das Treiben auf der Holzstraße beobachten. Im Hey Luigi hatten wir schon den ein oder anderen unvergesslichen Abend.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Interessant sind wie so oft die Tipps wie Nordfriedhof, die S-Bahnstation oder das Container Collective. Die Gastro-Tipps allerdings hängen den meisten Lesern vermutlich zum Hals raus. Da hat jeder erst einmal seine eigenen Vorlieben, andererseits haben Tipps für besondere Lokale ein „Gschmäckle“! Übrigens auch der Grund warum Foodblogger selten ernst genommen werden 🙂 Container und S-Bahn stehen auf dem Programm. Thx.

    • Vielen Dank für die Anmerkung. Die Inhalte der Beiträge spiegeln die persönliche Meinung der Autoren wider, nicht die von muenchen.de
      Ein Park ist im strengen Sinne eine nach den Regeln der Gartenkunst angelegte Grünanlage – und nach dieser Definition wäre der Alte nördliche Friedhof kein Park. Auf der anderen Seite dient ein Park der Erholung in einer Metropole – und der Alte Nördliche Friedhof wird genau zu diesem Zwecke genutzt, da keine Bestattungen hier mehr stattfinden, sondern im „Schatten der hohen Bäume Familien mit Kindern picknicken, Studenten Bücher lesen und Jogger ihre Runden drehen“. Und in diesem Fall ist der Begriff „Park“ in seiner umgangssprachlichen Bedeutung gemeint.

  2. So gesehen natürlich, und die meißten Besucher genießen den Alten Nördlichen Friedhof auch auf „angemessene“ Weise. Es sollte nur nicht dazu verleiten, die Würde und die Geschichte des Ortes zu vergessen und das Gefühl vermitteln man hätte hier eine weitere Feier/Chillzone. Man sieht es ja immer häufiger im Englischen Garten wo besuchte Flecken sich in wahre Müllhalden verwandeln. Gerade die Friedhofsverwaltung kämpft gegen unangemessenes Verhalten im Alten Nördlichen Friedhof:

    „Die seit Jahren geübte Toleranz im Alten Nördlichen Friedhof ist gefährdet, wenn einzelne Nutzerinnen und Nutzer das Gespür für die Würde des Ortes verlieren. In Einzelfällen vorgekommene Aktionen wie Grillen oder Parties mit lauter Musik zwischen den Gräbern, Ballspielen und Klettern auf Grabmälern, Aufspannen von Hängematten oder Slaglines um Bäume, die unter Naturschutz stehen sowie liegengelassene Bierflaschen in den Gräberfeldern gefährden die bisher offene und tolerante, aber gleichzeitig respektvolle Friedhofsnutzung.“

    Aber ansonsten natürlich ein sehr schönes Fleckchen, wo man sehr schöne Stunden verbringen kann.
    Man kann nur hoffen, dass solche „Aktionen“ Einzelfälle bleiben.

    • Diese Sichtweise ist unter der Argumentation vollkommen verständlich. Allerdings ruft der Beitrag in keiner Weise zu einem solch beschriebenen Verhalten auf – es ist ja ausdrücklich die Rede von „ruhiger Idylle“. 😉

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